Bootshaus des BRV 1882, Ansicht Terrasse zum Rhein

Bootshaus des BRV 1882

Wilhelm-Spiritus-Ufer 2, 53113 Bonn

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denkmalgeschütztes Objekt

1929–1930

Moderne

Bernhard Gelderblom

Bonner Kunstverein

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Bootshaus des BRV 1882

Das Bootshaus für den Bonner Ruder-Verein 1882 (BRV) war ursprünglich als eine Hälfte eines mehr oder weniger symmetrischen Doppelbootshauses geplant. Aus Platzgründen sollte es Rücken an Rücken mit dem Vereinsgebäude des Akademischen Ruderclubs Rhenus (ARC) errichtet werden. Da der ARC darauf bestand, dass sein Gebäude einen optisch selbstständigen Charakter bekommen sollte, wurden Entwürfe angefertigt, die eine solche Lösung variierten – auf dem Zeichenbrett wurden Türme und verschiedene Dachformen versucht. Am Ende trat der ARC doch vom Vorhaben zurück, und realisiert wurde nur das Bootshaus des BRV 1882.

Der zweigeschossige, ursprünglich flach gedeckte Bau hat ein zurückgesetztes Obergeschoss mit Terrasse zum Rhein. Nach Norden tritt ein runder, durchfensterter Erker aus der Flucht hervor. Ebenerdig befanden sich die Bootshalle mit Werkstatt sowie eine große Herrenumkleide und eine kleine Damenumkleide. Im zurückgesetzten Obergeschoss lag hinter dem Runderker das gediegen eingerichtete Clubzimmer mit Kamin und Blick auf den Rhein. Auf der rückwärtigen Seite nach Südwesten befand sich die Wohnung für den Hausmeister und dessen Familie. 1934 wurde nordwestlich des Runderkers ein Bereich für die „Jugendriege“ angebaut, nachdem der Gymnasial-Ruderverein des Beethoven-Gymnasiums sich dem BRV angeschlossen hatte. Da das Rudertraining als HJ-Dienst zählte, war dies eine Möglichkeit, sich dem direkten Einfluss der Hitlerjugend zu entziehen. Architektonisch erhielt das Rudervereinsgebäude mit diesem Anbau wieder eine symmetrische Außenansicht.

Der zweite Vorsitzende des Vereins, Architekt und Universitätsbaumeister Bernhard Gelderblom, hatte die Pläne für den Neubau entworfen. Damit rückte er Bonn in die Reihe jener Städte, die die Sportbegeisterung und den Körperkult der Weimarer Jahre durch bürgerliche Clubgebäude im Stil des Neuen Bauens zum Ausdruck brachten – so wie Essen mit der → Reithalle, Düsseldorf mit der Tennisanlage Rochus-Club (1929 von Fritz Hitzbleck) oder Wesel, wo die Rudergesellschaft Wesel 1907 im Jahr 1930 ebenfalls ein Bootshaus mit Gesellschaftsräumen und Tanzsaal einweihte.

Autor: Birgit Gropp
Zuletzt geändert am 11.07.2019

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Kategorien:
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