Turmansicht der Evangelischen Erlöserkirche auf der Maastrichter Straße 49

Evangelische Erlöserkirche Übach-Palenberg

Maastrichter Straße 49, 52531 Übach-Palenberg

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denkmalgeschütztes Objekt

1931–1932

Moderne

Johannes Everling
(Architekt)

Evangelische Kirchengemeinde Geilenkirchen-Hünshoven

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Evangelische Erlöserkirche Übach-Palenberg

Die (Architektur-)Geschichte des Zechenortes Palenberg am nördlichen Rand des Aachener Reviers ist untrennbar mit der 1911 gegründeten Steinkohlengrube Carolus Magnus verbunden, die von der gleichnamigen Gewerkschaft als bergrechtlicher Kapitalgesellschaft getragen wurde. Nach den Werksanlagen der Zeche an der Carlstraße wurde 1930 abschließend der repräsentative Verwaltungsbau mit Lohnhalle fertiggestellt, der sich im Stil einer gemäßigten Backsteinmoderne als symmetrische Anlage mit klassizistischen Reminiszenzen zeigt. Der Bau von Ein- und Mehrfamilienhäusern für die Belegschaft, meist im reformhistoristischen Stil, war ein weiterer Tätigkeitsschwerpunkt der gewerkschaftseigenen Bauabteilung.

Einen markanten Blickpunkt stellt die 1932 eingeweihte evangelische Erlöserkirche dar, deren Bau mit Materiallieferungen und Know How durch die Zeche unterstützt wurde. An der Grenze zwischen den zusammenwachsenden Gemeinden Übach und Palenberg und im Fluchtpunkt der Carolus-Magnus-Allee wurde sie nach Entwurf des Aachener Architekten Johannes Everling einige Meter über dem Straßenniveau errichtet. Zwei Freitreppen mit 25 Stufen führen zum Portal der im Äußeren und Inneren bewusst schmucklos gehaltenen, aus massigen Kuben bestehenden Kirche empor. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Schiff verputzt und weiß gestrichen; der mächtige Turm mit den drei tief eingeschnittenen, hohen Bogennischen blieb bis in die 1960er Jahre betonsichtig. Somit erschien der Bau im Originalzustand – wohl auch aufgrund der schlechten Finanzlage der Kirchengemeinde – fast wie ein Industriebau, dessen Konstruktionsweise, ein Eisenbetonskelett mit Ziegelausfachung, sichtbar belassen wurde.

Vom erfolgreichen Zechenbetrieb profitierten auch Unternehmer, Kaufleute und Freiberufler. Mit dem Bau von Häusern, die deutlicher einer sachlichen Moderne verpflichtet waren als die meisten bis dahin entstandenen, brachten die privaten Bauherren ein Element städtischer Geschäftsarchitektur nach Palenberg. Den Auftakt machte der Aachener Architekt Hanns Baptist Palm mit dem Wohn- und Geschäftshaus des Drogisten Hubert Dohrenbusch in der Kirchstraße 24, das 1931 fertiggestellt wurde. Weitere Bauten im modernen Stil, insbesondere in der Kirchstraße, folgten. Um die charakteristischen Formen und Details unter den Schichten jüngerer „Modernisierungen“ zu erkennen, muss der heutige Betrachter allerdings mitunter ein wenig Fantasie mitbringen.

Autor: Birgit Gropp
Zuletzt geändert am 04.07.2019

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