Eckansicht Südwest Hauptlagerhaus der Gutehoffnungshütte

Hauptlagerhaus der Gutehoffnungshütte

Essener Straße 80, 46047 Oberhausen

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denkmalgeschütztes Objekt

1921–1925

Moderne

Architekt Peter Behrens

Gutehoffnungshütte AG

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Hauptlagerhaus der Gutehoffnungshütte

Der Komplex des Hauptlagerhauses und Verwaltungsgebäudes der Gutehoffnungshütte (GHH) von Peter Behrens mit Zentrallager, Verwaltungsgebäude und Angestelltenwohnhaus gehörte zu einem Rationalisierungs- und Modernisierungspaket, das die GHH unter Leitung des Vorstandsvorsitzenden Paul Reusch schon vor dem Ersten Weltkrieg zu planen begonnen hatte. Mit zentralem Einkauf, der Prüfung und Lagerung von Gebrauchsgütern für den eigenen Gebrauch wollte man von Preisschwankungen unabhängiger werden, durch Sammelbestellungen Frachtkosten reduzieren und so insgesamt kostengünstiger wirtschaften.

Die Konzernleitung wünschte einen Bau mit klarer Ausstrahlung und prägnanter Außenwirkung. Dass der dominierende, repräsentative Bauteil ausdrücklich nicht das Verwaltungsgebäude, sondern das Lagerhaus selbst sein sollte, lässt sich an der in den Akten nachvollziehbaren Entwurfsbearbeitung ablesen. Der Verwaltungsbau rückt auf die Seite, die Lagerhalle wird von 140 auf 86 Meter verkürzt und dafür auf sieben Geschosse aufgestockt. Durch die vor- und zurückspringenden Kuben, die nach oben gestaffelt abnehmen, bestimmt die Halle die Wahrnehmung des Gebäudekomplexes als markanter Blickfang parallel zur Essener Straße. Zwei Treppentürme gliedern sie in zwei kürzere und einen längeren Abschnitt. Die Konstruktion, ein Stahlskelett auf quadratischem Raster, ist an der Außenhülle nicht sichtbar. Diese besteht aus betont regelmäßigen, glatt versetzten, gebrannten Ziegeln im sogenannten Klosterformat. Auf dieser Matrix heben sich helle Betongesimse strukturierend ab. Gemeinsam mit den vorkragenden Flachdächern und überdachten Rampen, die die Anlage horizontal zusammenfassen, verraten sie den Einfluss Frank Lloyd Wrights, dessen Werk im Atelier von Behrens anhand der Wasmuth-Publikation von 1910 intensiv rezipiert wurde. In Oberhausen trug die Beschäftigung mit Wright dazu bei, eine relativ junge Bauaufgabe architektonisch eindrucksvoll und dabei ohne Rückgriff auf historische Muster zu fassen. Ein wesentliches Gestaltungsmerkmal sind die tiefen, flach gedeckten Laderampen auf der Vorder- und Rückseite des Lagerhauses. Sie markieren mit Warenanlieferung und -abtransport zentrale Funktionen. Formal dynamisieren sie das Gebäude, indem es, gleichsam auf Schienen gestellt, zur Abfahrt bereitgestellt scheint.

Autor: Birgit Gropp
Zuletzt geändert am 04.07.2019

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