Südansicht vom Haus Grobel auf der Jägerhofstraße 129

Haus Grobel

Jägerhofstraße 129, 42119 Wuppertal

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IconObjekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert

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denkmalgeschütztes Objekt

1926–1927

Moderne

Heinz Lüttgen
(Architekt)

Dr. Emil Grobel

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Haus Grobel

 Die dreigeschossige Villa für den Rechtsanwalt Dr. Emil Grobel wurde als erstes Haus in einem neu erschlossenen Wohngebiet ursprünglich in freier Alleinlage auf einem 2.500 Quadratmeter großen Grundstück errichtet. Heute ist sie durch jüngere Nachbargebäude den Blicken vollständig entzogen. Sie besteht aus drei flach gedeckten Kuben, die dem Höhenunterschied des Geländes folgend gestaffelt sind. Der mittlere Kubus ist mit dunkelgrauem, die beiden anderen mit weißem Putz versehen. Die Farben sind durchaus systematisch zugeordnet: Neben dem roten Putz der Fensterrahmungen steht das leuchtende Blau der Zinkabdeckungen. Weißer Putz betont die kubische Wirkung der Quader, während Elemente, die in ihrer Wirkung zurücktreten sollen, wie die statisch notwendigen Pfeiler der Südterrasse, hellgrau eingefärbt sind. Die Baukörper sind so ineinander verschoben, dass jede Seite eine unterschiedliche Wirkung hat: hochaufragend im Osten, durch eine zurückgesetzte Loggia aufgelockert im Süden, verschlossen auf der nördlichen Zugangsseite und kubisch zurückspringend im Westen. Dabei sind die Kuben nicht isoliert und streng voneinander abgegrenzt, vielmehr stehen sie durch die vorspringenden, teils um die Ecken geführten Dachabdeckungen und Rahmenfiguren aus Scharrierputz miteinander in Beziehung. Charakteristisch sind die Fenster an den südöstlichen Gebäudeecken; trotz der Pfeiler muten sie wie Übereckfenster an, da sie durch die oxidroten Profile zu einem Band zusammengefasst werden. Erich Mendelsohns Berliner Haus Sternefeld könnte zu den dynamisierenden, die Horizontale betonenden Motiven die Anregung geliefert haben.

Aufgrund des großzügigen Bauetats konnte Lüttgen qualitätvolle Baustoffe wie Edelkratzputz und schmiedeeiserne Fenster mit Kristallspiegelverglasung zum Einsatz bringen.

Die Grundrissanordnung verrät großbürgerliche Wohnvorstellungen: Das Erdgeschoss besteht aus einer Enfilade von Herren-, Speise- und Wohnzimmer, die sowohl untereinander verbunden sind, als auch von der Diele erreicht werden können und auf kurzen Wegen aus der Küche versorgt werden. Das schmale Treppenhaus ist wie WC und Garderobe von der Diele abgesondert und an die Nordseite des Hauses gelegt. Eltern-, Kinder- und Fremdenzimmer im ersten Obergeschoss sowie zwei Mädchenzimmer und ein Speicher im Dachgeschoss komplettieren das Raumangebot. Bemerkenswert ist der Umstand, dass ausnahmslos alle Räume über Terrassen und Balkone verfügen – selbst die Mädchenzimmer haben einen Zugang zum Dachgarten.

Autor: Birgit Gropp
Zuletzt geändert am 04.07.2019

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Kategorien:
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