seitlicher Blick auf die Fassade der Sozialen Frauenschule Aachen

Soziale Frauenschule Aachen

Robert-Schumann-Straße 25, 52066 Aachen

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denkmalgeschütztes Objekt

1929-1930

Moderne

Architekt Rudolf Schwarz
(Architekt)
Johannes Krahn
(Mitarbeiter)
Architekt Hans Schwippert
(Mitarbeiter)

Katholischer Frauenbund Deutschlands

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Soziale Frauenschule Aachen

Die Soziale Frauenschule in Aachen, die vom Katholischen Frauenbund Deutschlands getragen wurde, sollte Frauen für soziale Berufe in den Bereichen Gesundheitsfürsorge, Jugendwohlfahrtspflege sowie Wirtschafts- und Berufsfürsorge ausbilden. In einer Gesellschaft, die noch immer unter den Folgen des Ersten Weltkriegs und unter den Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise litt, in der Witwen und Waisen um das Lebensnotwendigste kämpften und hohe Arbeitslosigkeit herrschte, wurden die an der Sozialen Frauenschule ausgebildeten „Sozialarbeiterinnen“ dringend gebraucht, um die Perspektivlosigkeit zu lindern.

Aus der Luft betrachtet, könnte es sich bei dem Gebäudekomplex um eine Klosteranlage nach benediktinischem Vorbild handeln. Tatsächlich verglich Schwarz seine Bauaufgabe mit einer mittelalterlichen Klostersiedlung. Doch er setzte die Geschlossenheit der Schulgemeinde mit der Offenheit der „Siedlung“ in Verbindung. Die auf einer Anhöhe oberhalb von Aachen-Burtscheid liegende Anlage bestand aus einem Schulgebäude mit Unterrichts- und Seminarräumen für 130 bis 140 Schülerinnen, einer Mädchenjugendherberge, je einer Wohnung für die Schulleiterin und den Hausmeister sowie einem Internat mit Zimmern für 32 Schülerinnen. Das Thema der Geschlossenheit kommt besonders in den drei einstöckigen Internatsflügeln zum Ausdruck. Nach außen völlig abgeschirmt, öffneten sich die etwa 10 Quadratmeter großen, zweckmäßig eingerichteten und mit einer modernen Waschzelle ausgestatteten Zimmer zum Kern der Anlage, dem zentralen Gymnastik- und Blumenhof. Vor den doppelflügeligen Fenstertüren begann unmittelbar die Blumenpflanzung. Es gab keinen Weg, der vor den Zimmern herführte; erschlossen wurden die Räume durch rückwärtige Flure. In diesem Bereich waren die Bewohnerinnen ganz für sich und unter sich.

Der vierte Riegel, das eigentliche Schulgebäude im Südwesten, schmiegt sich mit seinen zwei bis drei Geschossen an den Hang. Alle für den Schulbetrieb nötigen Funktionen waren hier versammelt: neben den Unterrichtsräumen u. a. Verwaltung, Küche, Speisesaal, Bücherei und Dienstwohnungen. Herzstück dieses Gebäudeteils war der große, von zwei Seiten belichtete Festsaal, der auch als Gymnastiksaal diente. Während sieben Monaten des Jahres wurde dieser Flügel intern genutzt. In den Sommermonaten verwandelte sich die Soziale Frauenschule jedoch in ein offenes Haus: Schulungen und Tagungen, öffentliche Vorträge und Feste brachten Gäste in die Schule, die bei Bedarf in der separat zugänglichen Mädchenjugendherberge im zweiten Obergeschoss übernachten konnten.

Autor: Birgit Gropp
Zuletzt geändert am 11.07.2019

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