Dischhaus

Brückenstraße 19, 50667 Köln

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denkmalgeschütztes Objekt

1928‒1930

Moderne

Architekt Bruno Paul
Franz Weber

Hotel Disch AG

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Dischhaus

Noch heute wirkt das von Erich Mendelsohns Kaufhausarchitektur beeinflusste Dischhaus modern, doch zur Entstehungszeit muss der Effekt aufsehenerregend, vielleicht schockierend gewesen sein. Zum einen aufgrund seiner Lage, stand es doch gegenüber der romanischen, im 15. Jahrhundert erweiterten Kirche St. Kolumba, einer der ältesten Pfarrkirchen Kölns. Zum anderen war es an der Stelle eines Gebäudes entstanden, das in mehrfacher Hinsicht eine vergangene Epoche verkörperte. Auf dem annähernd dreieckigen, verwinkelten Grundriss hatte zuvor ein Prachtbau der Kaiserzeit gestanden, der mit seinem historistischen Formenvokabular schon architektonisch den exakten Gegenpol zum Neubau verkörperte: das „Hôtel Disch, Cologne“, gegründet 1848. Im Jahr 1928 beschloss der Aufsichtsrat der Hotel-Disch-AG, das inzwischen unrentabel gewordene Hotel abzureißen und an seiner Stelle ein gewinnversprechenderes Büro- und Geschäftshaus mit einer Nutzfläche von 10.000 Quadratmetern errichten zu lassen.

Die AG lud zu einem Wettbewerb ein, an dem sich zahlreiche renommierte Kölner Architekten beteiligten, unter anderem Theodor Merill, Clemens Klotz sowie Wilhem Riphahn und Caspar Maria Grod. Der Zuschlag ging an Bruno Paul und seinen Kompagnon Franz Weber, die zuvor mit den Kaufhäusern Sinn in Gelsenkirchen (1928) und Essen (1929) Geschäftshäuser geplant hatten, die in ähnlicher Weise, vielleicht sogar noch konsequenter, dem Stil des Neuen Bauens folgten. Paul hob in der Erläuterung zu seinem Entwurf laut Kölner Stadtanzeiger vom 7. Juli 1928 die städtebaulich herausfordernde Lage des Kölner Grundstücks hervor, der die abgerundete Eckform zu verdanken sei. Wichtig waren ihm zudem die repräsentative Wirkung des Rundtreppenhauses im Inneren und die Gesamtanlage mit zwei lang gestreckten Flügeln ohne Querverbindung, die vorteilhaftes Südlichteinfall und eine gute Durchlüftung gewährleisten sollte. Schon damals war eine variable Innenraumaufteilung vorgesehen.

Das in Stahlskelettkonstruktion errichtete Gebäude, restauriert 2008, ist sechsgeschossig, wobei die oberste bzw. (an der Herzogstraße) die oberen zwei Etagen als Staffelgeschosse ausgeführt sind. Die Fassade wird bestimmt von durchgehenden Fensterbändern im horizontalen Wechsel mit flächigen Travertinbahnen. Das Erdgeschoss ist den vollverglasten Schaufensteranlagen vorbehalten, die innen ursprünglich als Schaufensterpassage begehbar waren.

Autor: Birgit Gropp
Zuletzt geändert am 04.07.2019

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