Karl-Lehr-Realschule

Wacholderstraße 12, 47055 Duisburg

Legende für Merkmale

IconObjekt hat Auszeichnung

IconObjekt ist denkmalgeschützt

IconObjekt ist als Kulturdenkmal auf der Liste der UNESCO-Weltkulturerbe verzeichnet

IconObjekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert

IconObjekt der Route der Wohnkultur

x zum Schließen, hier klicken

denkmalgeschütztes Objekt

1927–1929

Moderne

Städtisches Hochbauamt Duisburg
Hermann Dieter

Stadt Duisburg

Objekt merken | Merkliste / Routenplaner (0)

Volltextsuche:

Objekte suchen:

Jetzt suchen

Objektanzahl: 153

Karl-Lehr-Realschule

Etwa 800 der in der Duisburger Dickelsbachsiedlung lebenden Kinder waren schulpflichtig. Südlich des Dickelsbachs ließ das Stadtbauamt von 1927 bis 1929 eine Volksschule (heute Karl-Lehr-Realschule) errichten. Architekt war Stadtbaurat Hermann Dieter, der zuvor bei Fritz Schumacher in Dresden und Hamburg gelernt und gearbeitet hatte. Von der Siedlung aus erscheint die Schule als mächtige, symmetrische Anlage, in deren Zentrum zwei hohe Quader die flache, einstöckige Turnhalle einfassen. Die Bewegung stand somit gewissermaßen im Mittelpunkt der Schule, zumindest könnte das aus Sicht der Kinder so aufgefasst worden sein. Die Halle war zugleich repräsentative Aula mit ursprünglich holzverkleideten Wänden und Kugelglasleuchten. Wurde der Saal für Schulversammlungen genutzt, konnten die Turnrecks im Boden versenkt werden. Vom großen Schulhof aus, der über einen Brunnenhof verfügte, stellt sich die Schule als imposante Dreiflügelanlage dar. In den seitlichen Flügeln befanden sich jeweils zehn Klassenräume, sodass die Schule mit den beiden Räumen in den Turmbauten über 22 Klassenzimmer verfügte. Die strenge Gliederung der Baumassen wird veredelt durch den sorgfältig geplanten Materialeinsatz (Burscheider Backstein in unterschiedlichen Verbänden, hell abgesetzt mit fränkischem Muschelkalk, Parkett in den Klassen, diverse Steinmaterialien in Fluren und Hallen) und das ausgewogene Linienspiel von horizontalen Fensterbändern, die mit den schmalen, vertikalen Mauerbändern der Treppenhäuser oder den hohen Turnhallenfenstern kontrastieren. Die Volksschule war also alles andere als eine banale Vorortschule für bedürftige Kinder, sondern ein avantgardistischer, in Bezug auf Funktionen, Formen und Materialien durchgestalteter, großstädtischer Bau.

Autor: Birgit Gropp
Zuletzt geändert am 28.06.2019

Objektkommentare

0 Kommentare / Kommentar verfassen

Objektkommentar verfassen

zum Objekt Karl-Lehr-Realschule

Ihr Kommentar wird vor Freischaltung durch die baukunst-nrw Redaktion geprüft.

Ja, ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen.*

Mit dem Absenden dieses Formulars erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihre persönlichen Daten zur Bearbeitung Ihres Kommentars verwendet werden (Weitere Informationen und Widerrufshinweise finden Sie in der Datenschutzerklärung).

*Pfichtfelder müssen ausgefüllt werden

Kommentar senden

 

Kategorien:
Architektur » Öffentliche Gebäude » Schulen/Kindergärten/Altenwohnanlagen

keine Aktion...

Wir möchten unsere Website nutzerfreundliche für Sie gestalten. Deshalb verwenden wir Cookies. Wenn Sie unser Angebot weiter nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.