Gesamtansicht des Quirinus-Gymnasiums auf der Breite Straße 48/Kanalstraße

Seitenansicht des Erweiterungsbaus des Quirinus-Gymnasiums auf der Kanalstraße

Quirinus-Gymnasium Neuss (Erweiterungsbau)

Breite Straße 48/Kanalstraße, 41460 Neuss

Legende für Merkmale

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denkmalgeschütztes Objekt

1929–1930

Moderne

Preußisches Neubauamt Neuss
August Boos
(Regierungsbaurat)

Preußische Staatsregierung

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Quirinus-Gymnasium Neuss (Erweiterungsbau)

Das Quirinus-Gymnasium in Neuss ist eines der ältesten in Deutschland. Im Stil der Neorenaissance verkündet das 1889 eingeweihte, dreigeschossige Schulgebäude für etwa 400 Schüler würdevoll seine Tradition. Die Schule liegt in einem außergewöhnlich geschlossen erhaltenen gründerzeitlichen Stadtweiterungsgebiet, wenngleich das nahe gelegene Katholische Gesellenhaus (1909–1910) von Peter Behrens, in dem heute ein Teil der Schule untergebracht ist, einen reformmodernen Akzent setzt. Als 1929 bis 1930 der kubisch-schlichte Erweiterungsbau des damals staatlichen Gymnasiums entstand, nahmen die Zeitgenossen zunächst den Kontrast zum historistischen Bestand wahr.

Der von Regierungsbaurat August Boos vom Preußischen Neubauamt geplante Erweiterungsbau ist einer der erstaunlich häufigen Fälle, bei denen ein staatliches Bauamt ausgesprochen modern baut. An den dreigeschossigen Altbau schließt sich der halbrunde, leicht vorgezogene, viergeschossige „Eckbau“ an, in dem sich das beide Bauteile verbindende Treppenhaus befindet. Der neue, flächig mit dunklen Klinkern verkleidete, dreigeschossige Klassentrakt erstreckt sich im rechten Winkel zum Altbau längs der seitlichen Kanalstraße und vermittelt in der Höhe zur erst später errichteten, flacheren und rund geschlossenen Turnhalle. Die Klinkermauermassen werden durch streng getaktete kleine Flurfenster durchbrochen, die die horizontale Lagerung des Kubus betonen.

Während sich die Klassenräume mit großen Fenstern zum Schulhof öffnen, wird der zur Straße gelegene Erschließungsflur nur durch kleine, hoch liegende Belichtungsfenster erhellt, sodass die Klassen vom Lärm und Trubel der Straße abschirmt werden.

Der den Zeitgenossen schmucklos und funktional erscheinende Neubau ist gestalterisch dennoch geschickt auf die Fassadengliederung des Neorenaissancebaus mit seiner horizontalen und farblichen Gliederung durch Sandsteingesimse, Sohlbänke und Mauerbänder bezogen.

Autor: Birgit Gropp
Zuletzt geändert am 05.10.2020

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